Murmeltier

Und stetig grüßt das Vorwahl-Murmeltier…

Es wird mal wieder gewählt im „Ländle“. Und die Vorzeichen sehen nach den erst kürzlich vorangegangenen Landtagswahlen nicht besonders rosig aus: gegen die NPD läuft zwar hoffentlich bald ein Verbotsverfahren, doch die AfD erfreut sich dagegen leider bester Gesundheit und profitiert von der stets omnipräsenten Politikverdrossenheit der Bevölkerung. Omnipräsent deshalb, weil ich glaube, dass es diese bereits seit Jahren oder gar Jahrzehnten auf gleichem Level gibt, man als Wähler jedoch heutzutage immer mehr – dummer- aber auch logischerweise meist extreme oder gar radikale – Alternativen auf dem Wahlzettel hat. Ist ja nicht so, dass wir das in Deutschland schon einmal hatten…

Und dieser Fakt wird durch die zweite Ausprägung der Unlust oder Ignoranz des politischen Prozesses der wählenden Bevölkerung noch unterstützt: dem Nichtwähler. Da nützen auch die gebetsmühlenartigen Wiederholungen á la „Wählen sollte selbstverständlich sein“ nichts, denn das Kind ist nicht nur bereits in den Brunnen gefallen, es hat sich dort unten sogar schon häuslich eingerichtet und hat erst kürzlich einen eigenen Kabelanschluss beantragt…!

Natürlich sollte es selbstverständlich sein zu wählen, das steht außer Frage. Und es hilft auch nicht die Nichtwähler hauptsächlich in dem eher als „ungebildet“ titulierten Teil der Mittel- oder Unterschicht unserer Gesellschaft zu verorten – mal ganz davon abgesehen, dass ich das ohnehin nur als Alibi sehe, da es vollkommen Wurst ist, wer NPD, AfD oder gar nicht wählt, oder welchen Bildungsstatus diese Menschen haben. Fakt ist, dass sie es tun! Daran sollte man arbeiten! Politiker sind die Repräsentanten aller Bürger und sollten sich daher auch verdammt nochmal bemühen, alle zu erreichen und mit ihnen in Dialog zu treten. Und den einzigen Weg den ich sehe – ich kan es als klassischer Vertreter der Digital Natives selbst kaum glauben – ist ganz und gar offline: Klinkenputzen! Von Haus zu Haus gehen und in den Dialog mit der ungebildeten Mittel- und Unterschicht treten. Die Hürden abbauen, denn von alleine gehen die Wenigsten auf eine Wahlkampfveranstaltung, um mit den Kandidaten zu sprechen…

Und das funktioniert in Mannheim zum Glück sehr gut, die Parteien haben das verstanden und laufen sich die Füße platt! Hoffentlich bringt das auch was am Sonntag!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.